Das 5. Geraldino-Kindermusikfestival in
der restlos ausverkauften Tafelhalle war wieder ein großer
Erfolg
Mit Piratenhut und Geschichten zum Sieg
Unmada Manfred Kindel und sein Chor gewannen
den Preis der Nürnberger Nachrichten – Gute Stimmung
von Sabine Reichel
Da wippten nicht nur die Kleinen im Takt mit:
Beim fünften Kindermusikfestival des Nürnberger Liedermachers
Geraldino gewann Unmada Manfred Kindel mit seinem Kinderchor den
zum dritten Mal von den Nürnberger Nachrichten gestifteten
Kinderliederpreis.
„Nicht schummeln oder ankreuzen, was die Eltern meinen“
mahnte Initiator und Moderator Geraldino zu Beginn der Veranstaltung
in der restlos ausverkauften Tafelhalle. Auf einem Stimmzettel mussten
die kleinen und großen Festivalbesucher am Ende des Wettbewerbes
von den drei Finalisten die Gruppe ankreuzen, die ihrer Meinung
nach den begehrten Wanderpokal erhalten sollten. „Kennt ihr
ja alle von den Castingshows im Fernsehen“. Auch in diesem
Jahr war die Entscheidung schwierig: Schon im Vorfeld hatte sich
ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den verschiedenen Musikgruppen
abgezeichnet. Zum Thema „Bau dir eine Welt“ waren Bewerbungen
von 39 Kinderliedermachern aus ganz Deutschland eingegangen, die
drei Bands für das Finale wurden von einer Jury bestimmt und
lagen nur wenige Punkte auseinander.
Bemerkenswerte Show
Als Erster beim Wettbewerb an diesem Nachmittag auf der Bühnen:
Unmada Manfred Kindel mit Piratenhut auf dem Kopf und kleinen Geschichten
im Gepäck. Seit vielen Jahren ist der sympathische Musiker
aus Hannover in Kindergärten, kulturellen Einrichtungen und
Schulen unterwegs. Der Clou an seinem Auftritt war der kleine Kinderchor
mit Jonas am Keyboard und der jungen Saxofonistin Lena, die allesamt
eine professionelle und bemerkenswerte Show boten. Rockiger ging
es im Anschluß mit dem Kölner Duo „Philis &
Mike“ weiter, das die Kinder stets zum Mitmachen zu animieren
versuchte. In knallgelben Gummanzügen betraten sie die Bühne
und setzten auf Musikeinspielung per CD, zu der sie sangen, sprachen
und reimten.
Eine für die Kindermusikszene sehr exotische Band gab es zum
Schluß zu bestaunen und belauschen: Ganz ohne Instrumente
als reine Vokaltruppe präsentierten „Die Fünf“
aus Ludwigsburg Stimmgewalt, Originalität und Charme. Mit feiner
Ironie und kleinen, pfiffigen Spielszenen zwischen den Liedern erheiterten
sie den Saal. Eine tolle Sache. Während der Auszählung
der Stimmen gab sich der Initiator selbst die Ehre.
„Geraldino und die Plomster“ sorgten nach einer kurzen
Pause für Stimmung, außerdem sang der Gospelchor „Sanjola“,
der eine Aktion für das Kinderhaus CA.P.A.C. in Angola ins
Leben gerufen hat. Deswegen legte Geraldino den Besuchern auch den
Kauf der Festival-CD besonders ans Herz – der Erlös kommt
dem Hilfsprojekt zugute. Nach zwei kurzweiligen und abwechslungsreichen
Stunden in der Tafelhalle stand der Sieger des Wettbewerbes fest:
Unmada Manfred Kindel mit seinem Song „Hinter uns die Berge“
erhielt die meisten Stimmen und bekam einen Scheck über 1.500
Euro überreicht. Da sieht man es mal wieder: Die Ersten müssen
eben doch nicht immer die Letzten sein.
Weitere Infos unter www.geraldino.de
oder
www.kindermusikfestival.de
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