Wenn
Liedermacher und Geschichtenerzähler Manfred Kindel in Bredenbeck
Station macht, dann darf er sich sicher sein, das seine treue Fangemeinde,
verstärkt durch unzählige neue Gesichter, bereits lange
vor dem Beginn der Vorstellung erwartungsfroh auf den Holzbänken
Platz genommen hat.
So war es auch jetzt wieder so, als der Förderverein
für Kunst, Kinder und Kultur, kurz K-hoch-Drei genannt, den
Liedermacher erneut verpflichtet hatte. Eina alte restaurierte Scheune
auf dem Hof der Kornbrennerei Warnecke bot dafür genau das
richtige Ambiente für ein ausverkauftes Haus. Die fünf-
bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen kannten nahezu
alle Lieder auswendig. Kaum gab Kindel eine Textzeile oder eine
Melodie an, schon stimmten die Kinder im Chor ein. Das machte dem
erfahrenen Entertainer sichtlich Spass. Er lief zur Höchstform
auf.
Die Pi-pa-po-Piraten standen im Mittelpunkt der
Reise um die Welt, die Manfred Kindel den Kindern erzählte.
„Mal gucken, was da los ist?“, lautete das Motto der
Reise durch viele Länder dieser Erde. Dabei bediente sich der
Künstler alias „Käpt'n Zoff“, der im feschen
Piratenkostüm erschienen war, etlicher Utensilien, die die
Aufmerksamkeit der kleinen Besucher weckten. Unter anderem war dies
ein mannshohes Bilderbuch, dass Kindel mit einem großen Tuch
bedeckt hatte, um dieses dann vor den erwartungsfrohen Kindern zu
entfernen. Dahinter verborgen waren Bilder und Geschichten aus der
Wüste, aus Japan, aus Indien und aus dem Wilden Westen. Etliche
Musikinstrumente begleiteten Kindel bei seinen Erzählungen.
Am Ende der Vorstellung waren alle erschöpft
aber glücklich. Die Kinder, weil sie selten in Bredenbeck so
viel Spass auf einmal geboten be- kommen und mächtig gut mitgemacht
hatten, der Künstler weil er ein überaus dankbares Publikum
vorgefunden hatte und sich entsprechend engagiert zeigte, sowie
der Veranstalter, der erneut mit der Verpflichtung von Kindel „ins
Schwarze“ getroffen hatte und die umfangreiche ehrenamtliche
Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Nachmittages
dadurch in den Hintergrund rückte.
Emmert
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